Burn Out und Stress in der Pflege

Burn Out und Stress in der Pflege! Ein riesen Thema in der Pflege ist die Erschöpfung, das Gefühl sich zur Arbeit zu schleifen, nichts mehr zu schaffen und trotz größter Mühen und Bemühungen mit dem Gefühl nach Hause zu gehen, es hat nicht gereicht. Stress und Burn Out wird oft lange vor sich her getragen, bis es nicht selten zu einem Zusammenbruch kommt. Man fühlt sich schuldig und geht bis weit über die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. Doch woran liegt es eigentlich, dass es soweit kommt ? Die Antwort ist ebenso schwierig, wie der Weg daraus. Damit es zu Stress und späterem Burn Out kommt, haben sich einige Ereignisse abgespielt. Der Nachfolgende Bericht zeigt auf, was man tun kann, woran es liegt, damit es nicht dazu kommt. Das allerwichtigste aber ist es, sich einzugestehen, dass sich etwas ändern muss. Meisten erkennt das private Umfeld die Situation viel früher, als man es bei sich Selbst. 

depression

Stress und Burnout vermeiden

Stress verringern – Burnout vermeiden

Pflegenotstand, Schichtarbeit und emotionale Belastung. Der Arbeitsalltag in der Pflege führt viele Pflegekräfte an die Grenzen der Belastbarkeit.

Stress, den wir als belastend empfinden, wird ausgelöst, wenn ein Ungleichgewichtszustand zwischen den Arbeitsanforderungen, den individuellen Leistungsvoraussetzungen, Zielen und Bedürfnissen einer Person besteht. Der Körper gerät durch Stressoren in eine Art Alarmzustand.


Stressoren und Ursachen für das Burnout – Syndrom

  • ständiger Zeitdruck
  • permanente Überforderung (fachlich, zeitlich und emotional)
  • nicht ausreichende Qualifikation für die zu verrichtende Arbeit
  • unzureichende Einarbeitung
  • Schwierigkeiten im Umgang mit den Pflegebedürftigen und deren Angehörigen
  • geringe Kenntnisse im Bereich Gesprächsführung
  • Schichtdienst und Wochenendarbeit (wenig Zeit für die Familie)
  • fehlender Ausgleich im Privatleben
  • Angst um den Arbeitsplatz
  • schlechtes Betriebsklima
  • geringe soziale Unterstützung durch Kollegen, Führungskraft und Familie
  • schlechte Arbeitsbedingungen
  • fehlende Anerkennung
  • keine Aufstiegschancen
  • mehrere Vorgesetzte geben widersprüchliche Arbeitsanweisungen
  • Rollenunklarheit
     

 

Burnout in der Pflege weitet sich aus
Alles wächst einen über den Kopf, die Arbeit macht keinen Spaß mehr, die Nerven liegen blank – all das können Anzeichen des Burnout-Syndroms sein.

Burnout ist besonders in den Berufen verbreitet, die soziale Kommunikation, Hilfsbereitschaft und menschliche Anteilnahme verlangen und die Beschäftigten emotional stark gefordert sind.

Das Burnout-Syndrom ist ein Erschöpfungszustand und bedeutet „ausbrennen“. Wer sich ausgebrannt fühlt, empfindet eine Leere und schleppt sich ohne Energie durch den Arbeitsalltag.

Menschen, die an einem Burnout-Syndrom leiden, zeigten anfänglich einen überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz und das Gefühl unentbehrlich zu sein. Dabei verdrängen sie meistens ihre eigenen Bedürfnisse.

Die Verlaufsphasen von Burnout sind schleichend!
Burn out bezeichnet das Gefühl des „Ausgebranntseins“.

Burn out beinhaltet drei Komponenten:

  • emotionale Erschöpfung: das Gefühl des „Ausgelaugtsein“
  • Depersonalisierung: innere Distanzierung von den Pflegebedürftigen (werden oft wie Objekte behandelt)
  • reduziertes Leistungsvermögen und reduzierte Erfüllung: das Gefühl, nicht mehr so leistungsfähig zu sein und den gestellten Anforderungen nicht mehr zu genügen. 

(Maslach & Leiter 1997)

Folgen für die Beschäftigten:

  • erhöhte Herzfrequenz und Bluthochdruck
  • innere Anspannung, Ärger, Nervosität, Angstzustände, Konzentrationsverlust, Frustration, Suchtverhalten
  • allgemeine psychosomatische Beschwerden und Erkrankungen (Herz-Kreislauf, Magen-Darm)
  • Burnout
  • Erschöpfung
  • Hilflosigkeit
  • Hass, Wut, affektive Entgleisungen, Zynismus
  • Distanzierung zu Pflegebedürftigen
  • kein Verständnis für Probleme der Pflegebedürftigen oder Angehörigen
  • „Dienst nach Vorschrift“

Folgen für den Betrieb:

  • mangelhafte Arbeitsqualität (Fehler treten auf)
  • eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Motivation
  • hoher Krankenstand
  • schlechtes Betriebsklima
  • Fluktuation
  • vermeidbare Betriebskosten durch Ausfälle und schlechte Arbeit
  • emotionale Vernachlässigung der Pflegebedürftigen

Auch hier ist Prävention möglich!
Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Prävention und Gesundheitsförderung erfolgreich einzusetzen. In erster Linie gilt es die Arbeitsorganisation zu optimieren und dort Belastungen zu vermindern. Dazu können die Ressourcen der Mitarbeiter verbessert werden.

Tipps für den Arbeitgeber

  • gute Arbeitsbedingungen schaffen
  • geeignete Arbeitsmittel bzw. Hilfsmittel zur Verfügung stellen
  • klare Verantwortlichkeiten für Arbeitsaufgaben und Arbeitsabläufe definieren
  • gleichmäßig die Arbeit verteilen
  • Qualifizierungsbedarf gemeinsam mit den Mitarbeitern erörtern
  • für gutes Betriebsklima sorgen und Mobbing vermeiden
  • Personaleinsatz organisieren, so dass Über- und Unterforderung vermieden wird
  • ausreichend Zeit zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter planen
  • regelmäßige Mitarbeitergespräche durchführen (Frustration wird vermindert)
  • Überstunden vermeiden und Pausen einplanen (zu lange Arbeitszeiten erhöhen zu dem die Unfallgefahr)
  • Lob und Anerkennung für gut geleistete Arbeit zeigen
  • Supervision und bei Bedarf Beratung anbieten

Tipps für die Arbeitnehmer

  • Eigeninitiative für Veränderungen und Verbesserungen aufbringen
  • die Arbeit als normalen Bestandteil des Lebens betrachten
  • Probleme mit Kollegen und/oder Führungskräften ansprechen
  • Kommunikation lernen, üben und planen
  • Ausgleich im privaten Umfeld suchen und finden
  • Qualifikationsbedarf erkennen und Weiterbildungsangebote besuchen
  • Zeitmanagement

Förderung

 

 

Quelle: http://www.guss-net.de/gruendergruppen/ambulante-pflege/erfolgsfaktor-gesundheit/stress-und-burnout-vermeiden

 

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