Verdi setzt Kliniken unter Druck

Verdi setzt die Kliniken unter Druck, indem sie mit Warnstreiks drohen. Verdi erwartet über 10.000 Mitstreiker, das berichten sie in ihrer neusten Pressemitteilung. Es wird Zeit, dass das ganze Thema Bundesweit präsent gemacht wird und über die Pflegesituation aufmerksam gemacht wird. Hier ist Verdi mit ihren Maßnahmen vorne dran. Bisher hatte sich Verdi im Hintergrund gehalten, doch nun zeigen sie deutliche Präsenz. Das Bundesministerium muss begreifen, dass die Veränderung, die sie anstreben, nicht ausreichen, um die Pflege tatsächlich wieder aufzustellen. Neue Gelder mögen ein Anfang sein, ändert aber nicht viel ohne mehr Personal. Das fehlende Personal kann die Fluten der neuen Patienten zumindest nicht ausreichend versorgen, die Versorgungslücke ist da . Die Regierung sollte sich mehr Gedanken über die Zukunft unserer Patienten machen, denn die zunehmende Überalterung verlangt nach neuen und baldigen Lösungen in der Pflege. 

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Tarifrunde öffentlicher Dienst 2016: am Donnerstag Schwerpunkt-Warnstreiks in Kliniken

Verdi Pressemitteilung vom 20.04.2016

Mit einem „Klinik-Streiktag“ erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Von Donnerstagmorgen (21. April 2016) an werden die Beschäftigten in ausgewählten Kliniken bundesweit zu Protestaktionen, „aktiven Mittagspausen“ und Warnstreiks aufgerufen. Bundesweit sind rund 130 Einrichtungen betroffen – jeweils rund ein Viertel der Kliniken befinden sich in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Daneben finden Aktionen in Niedersachsen und Bremen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland statt. Darüber hinaus beteiligen sich Einrichtungen in Hamburg, Norddeutschland, Berlin und Brandenburg, Hessen und Sachsen-Anhalt. Die Gewerkschaft rechnet bundesweit mit rund 10.000 Teilnehmern. Neben den Kliniken sind auch andere Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes bundesweit in die Warnstreiks einbezogen. Der regionale Schwerpunkt liegt am Donnerstag in Bayern.

„Die Beschäftigten in den Kliniken signalisieren an die öffentlichen Arbeitgeber: Wir nehmen unsere Belange selbst in die Hand und lassen uns nicht mit einem Minusangebot abspeisen. Wir fordern Respekt für unsere Leistung und eine anständige Bezahlung“, stellte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Mittwoch klar. Arbeitsbelastung und Personalnot brächten viele Beschäftigte im Gesundheitswesen an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Vom völlig unzureichenden Lohnangebot der öffentlichen Arbeitgeber fühlten sich viele Beschäftigte daher geradezu verhöhnt. In der zurückliegenden zweiten Runde der Tarifverhandlungen hatten die Arbeitgeber mit einem Lohnangebot für heftigen Ärger gesorgt, das jahresbezogen lediglich eine Erhöhung von 0,6 Prozent und 1,2 Prozent für 2016 beziehungsweise 2017 vorsieht.

ver.di fordert für die rund 2,14 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sechs Prozent mehr Geld und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro pro Monat. Zudem will die Gewerkschaft die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen abschaffen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet am 28. und 29. April 2016 in Potsdam statt.

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