Umschulung – Ein Baustein der Zukunft

Umschulungen, finanziert durch die Arbeitsagentur ist in den letzten Jahren nicht selten für viele Unternehmen ein rettender Anker im Kampf gegen den Pflegenotstand gewesen. Viele Menschen, die sich im späteren Arbeitsleben zu der Pflege berufen fühlten, hatten hierdurch eine Chance sesshaft zu werden. Es gab somit nicht selten eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Eine dauerhafte Entfristung dieses Vorhabens kann einen Teil dazu beitragen, neue Pflegekräfte zu gewinnen. Eine Gesamtlösung ist es aber nicht.

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Hier die Pressemitteilung

04.03.2016

„Umschulung ist wichtiger Baustein der Fachkräftegewinnung“

bpa unterstützt Vorstoß von Ministerin Huml zur unbefristeten Finanzierung der Umschulung in der Pflege

Die bayerische Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) begrüßt den Vorschlag von Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml, die Umschulungsförderung der Bundesagentur für Arbeit zu entfristen. „Die Umschulungsförderung der Bundesagentur für Arbeit im Bereich der Altenpflege ist ein Erfolgsmodell und ein wichtiger Baustein der Fachkräftegewinnung. Unsere Mitgliedsunternehmen in Bayern gewinnen mit Umschülern motivierte Mitarbeiter und lindern ihre Fachkräfteengpässe“ so der bayerische bpa-Landesvorsitzende Kai A. Kasri. Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfes werde die Umschulung in der Zukunft eher noch an Bedeutung gewinnen. „Ein klares Bekenntnis zur Finanzierung der Umschulung ist deshalb richtig und wichtig.“

„Ministerin Huml lässt leider die Frage offen, wie diese Förderung weiterlaufen soll, wenn nach ihrem Willem demnächst die Pflegberufe zusammengelegt werden“, warnt ergänzend der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle in München, Joachim Görtz. Dann gebe es keine eigenständige Berufsausbildung in der Altenpflege mehr und die Grundlage für die Umschulungsförderung würde entfallen. „Die Generalistik steht einer weiteren erfolgreichen Fachkräftegewinnung sichtbar im Wege“, so Görtz, der Umdenken im bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium fordert: „Wer sich für die unbefristete Förderung der Umschulung ausspricht, der muss logischerweise auch für den Erhalt des eigenständigen Berufsabschlusses in der Altenpflege eintreten“.

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