Pflegestärkung stärkt Unternehmer

Pflegestärkung hilft mehr den Unternehmern, weniger dem Personal. Alle waren und sind gespannt, was nun mit all den Neuerungen passiert. Ersten Berichten zufolge scheint das Geld, was durch die neuen Pflegegrade ausgeschüttet wird, kaum beim Pflegepersonal anzukommen. Patienten profitieren etwas durch mehr Leistungsmöglichkeiten, das Pflegepersonal muss das ableisten. Neueinstellungen sind kaum zu erwarten. Es bleibt, wie es ist, mehr Arbeit bei zu wenig Personal.

Die Versprechen der Pflegegrade dient den Patienten, so sollte es sein. Doch ersten Berichten zur Folge, die uns erreicht haben, nutzen Unternehmen die Gelder um sich finanziell gesund zu stoßen. So heißt es in einem Bericht: „Man sagte uns, dass die Patienten im Heim nun weniger bekommen würden und wir nun mehr Patienten versorgen müssten.“. Bei dieser Aussage sagten man dem Personal, dass Patienten bis zu 500€ weniger bekämen und das nur durch weniger Personal und mehr Klienten bezahlbar wäre. 

Um weitere Projekte in Leben zu rufen, hat das Land NRW einige Gelder bereitgestellt, so heißt es im Bericht der Ärztezeitung:

Förderprogramm in NRW deutlich aufgestockt

KÖLN. Nordrhein-Westfalen hat das Förderprogramm für Pflegeeinrichtungen ausgeweitet. Die landeseigene NRW.Bank hat das Volumen für zinsgünstige Kredite für Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen von 50 Millionen Euro auf 65 Millionen Euro erhöht. „Damit werden wichtige Investitionen in die Zukunft einer guten Pflege nachhaltig unterstützt“, sagte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens (Grüne).

Das Förderprogramm ist 2015 angelaufen. Nach Angaben des Ministeriums wurden die Mittel zunächst allerdings nur schleppend abgerufen, inzwischen ist die Inanspruchnahme aber groß. Pro Einrichtung liegt die maximale Darlehenssumme bei fünf Millionen Euro. (iss)

Ebenso landen diese Gelder nicht beim Personal, die Pflege hat wieder einmal das Nachsehen und die Unternehmer profitieren gewaltig. Offensichtlich ist das Ganze Konzept nicht zu Ende gedacht worden. Die vielen neuen Projekte brauchen Personal, dass es kaum noch gibt und die weiterhin unterbesetzt sind und schlecht bezahlt. Der Kollaps in der Pflege wird kommen, es ist eine Frage der Zeit.

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