Pflegekräfte aus dem Ausland um die Personallücken zu stopfen reichen nicht aus, um die große Kluft in der Pflege zu stopfen. Wie die Berichte es verdeutlichen ist die fehlende Anerkennung einer der Gründe, warum selbst ausländische Fachkräfte schnell wieder weg sind aus Deutschland. Der Pflege fehlen neben den vielen tausend Fachkräften, die Entlastung in der täglichen Arbeit, die Möglichkeit eine Work-Life Balance haben zu dürfen und damit ein für viele unbekanntes Privatleben haben zu können, das sich obendrein auf finanziell lohnt. Doch immer wieder werden andere Prioritäten gesetzt. 

Seit dem jüngeren Aufbrauch in der Pflege haben sich viele Gruppen gebildet, die den Mut haben, gegen den Notstand aufzustehen und sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Bisher aber gibt es keinen Weg, der sowohl die Pflegekräfte verbindet, mit den Regierungsstellen, die sich deren Sorgen annimmt. Die „Entscheider“ bauen immer neue Konstrukte, wie sie die Lösung umsetzen wollen. Das heutige Pflegestärkungsgesetz hat dem Notstand noch mehr Notstand gebracht. Die Zahlen neuer Patienten durch das PSG ist rasant gestiegen, der MDK berichtet von enormen Neuanmeldungen. Doch am Schluss hatte keiner bedacht, dass diese Menschen durch Pflegekräfte versorgt werden müssen. 

Nachfolgend 2 Videos, die einen kleinen Eindruck des Alltags zeigen, wie ich finde unsere Heldin im Alltag, wie sie viel zu wenig in der Öffentlichkeit zu sehen sind.

Video: Pflegekräfte aus dem Ausland gegen Pflegenotstand

03.04.18 | 01:28 Min.

Viel Verantwortung, hohe Arbeitsbelastung, miese Bezahlung und keine Anerkennung: die Anreize, in der Pflege zu arbeiten, sind gering. Gesundheitsminister Spahn (CDU) möchte den Pflegenotstand unter anderem mit ausländischen Pflegekräften lindern.

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Video: MOMA-Reporter: Berufsalltag Pflegenotstand

10.01.18 | 04:31 Min.

Pflege mit der Stoppuhr – Ganzkörperwäsche: 25 Minuten, Toilettengang: zwei bis sechs Minuten. Für Altenpflegerin Elisabeth Weilemann ist das Berufsalltag. Kann sie den Patienten so gerecht werden? Und wie geht es ihr selbst mit dem Stress? 

Unsere MOMA-Reporterin Frauke Feldmann berichtet von der alltäglichen Zerreißprobe zwischen Zeitdruck und menschlicher Zuwendung.

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