Kassen horten Geldreserven

Die Krankenkassen horten Geldreserven, die alle dringend bräuchten. Das aktuelle Fazit der Kassen sieht kaum verwunderlich aus, es werden aktuell 24 Milliarden Euro gehortet. Die Ausgaben scheinen zu zeigen, dass jedes Jahr weiteres Geld auf die Seite getan wird und damit dem Gesundheitssystem entzogen. Dringender denn je braucht das Gesundheitssystem Geld für vielerlei Projekte. Nicht nur die Pflege leidet darunter. Doch um das Geld heran zu kommen bedarf es gesetzlicher Regelungen. Die Regierung scheint das nicht wahrzunehmen. Die Patienten haben das Nachsehen und das Gesundheitssystem bleibt weiter wackelig. Nur ein geringer Teil aus dem Reservetopf könnte dem Gesundheitssystem neuen Auftrieb geben, doch wenn es um Geld geht, wird plötzlich alles schwierig.

Gesetzliche Krankenkassen mit Überschuss von 1,4 Milliarden Euro

06. März 2017
 

Der Überschuss der gesetzlichen Krankenkasse ist im vergangenen Jahr auf 1,38 Milliarden Euro gestiegen. Quelle: dpa

Der Überschuss der gesetzlichen Krankenkasse ist im vergangenen Jahr auf 1,38 Milliarden Euro gestiegen. Durch einen Milliardenüberschuss im vergangenen Jahr sind die Rücklagen der gesetzlichen Krankenkassen enorm gestiegen: auf 16 Milliarden Euro.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 1,38 Milliarden Euro erzielt. Die Finanzrücklagen der 113 Kassen stiegen in 2016 damit auf fast 16 Milliarden Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mitteilte. Zusammen mit dem Gesundheitsfonds habe sich eine Gesamtreserve von 25 Milliarden Euro angesammelt. Gesundheitsminister Hermann Gröhe sagte, die gesetzliche Krankenversicherung stehe auf einer guten Grundlage.

Bei den Krankenkassen standen den Einnahmen von rund 224 Milliarden Euro Ausgaben von rund 223 Milliarden gegenüber. Ende 2015 hatten sie noch ein Defizit von 1,13 Milliarden Euro verbucht. Die Kassensituation hat sich damit im Vergleich zu 2015 um etwa 2,5 Milliarden Euro verbessert.

Die Ausgaben stiegen je Versichertem um 3,3 Prozent. Bei Arzneimitteln betrug der Zuwachs 3,1 Prozent, bei ärztlichen Behandlungen rund 3,4 Prozent. Den mit rund 935 Millionen Euro höchsten Überschuss erzielten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK). Bei den Ersatzkassen mit den Marktführern Barmer GEK und Techniker Krankenkasse (TK) lag das Plus bei 321 Millionen Euro, bei den Betriebskrankenkassen (BKK) bei rund 29 Millionen Euro. Die Innungskrankenkassen (IKK) wiesen ein Defizit von etwa 33 Millionen Euro aus.

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