Infektionen um 108% gestiegen – Todesrate steigt

Infektionen um 108% gestiegen – Todesrate steigt

Die Anzahl der Infektionen stieg in den letzten 15 Jahren dramatisch um 108% an, es gab mehr Todesfälle. In einer Statistik vom 07.04.2015 anlässlich des Weltgesundheitstages teilt das Bundesstatistikamt mit, das besonders der Noro-Virus, aber auch andere Erreger sind massiv im Vormarsch in den letzten Jahren sind. Das Bundesstatistikamt erfasst allerdings nur die gemeldeten und gesicherten Fälle. Die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen.

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Zahl der Krankenhausfälle durch infektiöse Darmerkrankungen seit 2000 um 108 % gestiegen WIESBADEN – Im Jahr 2013 mussten 266 000 Personen wegen infektiöser Darmerkrankungen stationär im Krankenhaus behandelt werden. Im Vergleich zum Jahr 2000 bedeutet dies mehr als eine Verdopplung der Fälle (+ 108 %). Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April 2015 mit. Hauptsächliche Verursacher des Anstiegs waren die bakteriellen Erreger Clostridium difficile (31 738 Fälle), Norovirus (25 529 Fälle) und Campylobacter (11 265 Fälle).

Das Statistische Bundesamt analysierte aus den bereits veröffentlichten Diagnosedaten (s. DKG-Rundschreiben Nr. 006/2015) die Fallzahlen von Infektionskrankheiten. Danach wurden im Jahr 2013 266.532 Personen wegen infektiöser Darmerkrankungen stationär im Krankenhaus behandelt. 

Insgesamt stieg die Zahl der Sterbefälle durch „infektiöse oder parasitäre Krankheiten“ 2012 um zehn Prozent. Im Vergleich zu 2002 starben 75 Prozent mehr Menschen an Krankheiten wie beispielsweise einer Darminfektion oder einer Blutvergiftung. Allerdings waren sie insgesamt nur für gut zwei Prozent der 869 582 Todesfälle des Jahres 2012 verantwortlich. Die häufigste Todesursache bleiben Herz-Kreislauferkrankungen. 40,2 Prozent aller Sterbefälle wurden so verursacht – vor allem bei älteren Menschen. Zweithäufigste Todesursache sind weiterhin Tumore: Bei mehr als einem Viertel aller Verstorbenen des vergangenen Jahres spielte ein Krebsleiden eine Rolle.

Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle im vergangenen Jahr. Laut Statistischem Bundesamt starben 2012 insgesamt 869.582 Menschen, das waren zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

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