Generalistik – ein anderer Weg

Die andere Idee der Generalistik ! Der Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe wandte sich an mich und es kam zu einem konstruktiven Austausch zwischen mir und  Carsten Drude (Vorstand (BLGS)) über die bevorstehenden Veränderungen, insbesondere der Generalistik. Ein Austausch, der sicherlich eines deutlich gemacht hat, die Pflege braucht Veränderungen, um den bisherigen Anforderungen und dem Pflegeansturm der Zukunft gerecht werden zu können. Die Einen sehen in der Generalistik, wie sie der Bundesminister Hr. Gröhe fordert das Heil, die Anderen wehren sich dagegen. Bisher fehlte es an einem Dialog zwischen den Fürsprecher und Gegner der Generalistik.

In Hinsicht auf die Zukunft erscheint ein Kompromissmodell sinnvoll. In dem kurzen Dialog wurde die Idee transparenter, in Deutschland zunächst eine „generalistische“ Grundausbildung von 2 Jahren zu starten, die sich dann in die Fachbereiche intensiviert und mindestens 1 Jahr weitergeht. Eine Idee, die zumindest auf den ersten Blick erfolgversprechend sein kann. Nicht viel anders ist der Grundgedanke bei Ärzten, die ihr allgemeines Grundstudium absolvieren, um dann in die Fachrichtungen weiter zu gehen. Das kann auch in der Pflege geschehen. Durch die niedrigschwellige Hürde des Abschlusses, würde auch  den Schülern, die sonst in die Altenpflege gehen würden eine Chance geboten werden, diesen Beruf zu erlernen.

Ebenso hat es sich, ganz im Sinne von BG-Pflege, gezeigt, dass Miteinander zu sprechen deutlich effektiver und zielführender ist, als gegeneinander zu arbeiten.

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Ich bedanke mich an dieser Stelle, für den konstruktiven Austausch mit Carsten Drude. (Sascha Burchardt)

BLGS

PRESSEMITTEILUNG
Die Generalistik ist der richtige Weg
Berlin, 04.06.2016
Nach der Verbändeanhörung zum Pflegeberufereformgesetz, die am Montag, den 30.05.2016 in Berlin stattgefunden hat, sieht der Vorsitzende des Bundesverbandes Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) e.V., Carsten Drude, die eingeschlagene Richtung weiterhin auf dem Vormarsch.
„Die Zusammenführung der drei Grundausbildungen ist der richtige Weg. Wir als einziger, generalistisch ausgerichteter Fachverband der Lehrenden und der Schulen im Gesundheitswesen haben durch die Modelle und auch durch weiterhin laufende Projekte bewiesen, dass die Generalistik funktioniert und von den Lehrenden aller Segmente/
Ursprungsberufe mitgetragen wird.“ Im Nachgang zur Anhörung werden aber seit einigen Tagen offensichtlich gezielt Gerüchte gestreut, dass die Generalistik als Kernstück der geplanten Ausbildungsreform in der Pflege massiv gefährdet sei. „Nachdem das Reformvorhaben schon auf die Zielgerade gebracht war, müssen wir uns nun erneut der Tatsache stellen, dass eine inhaltlich angemessene Gestaltung der Pflegeausbildung in Deutschland offenbar nur schwer politisch durchsetzbar ist.“, kommentiert Drude die aktuelle Entwicklung. Die Argumente liegen vor und wurden in ausreichendem Maße ausgetauscht.

Der BLGS fordert die Regierungskoalition daher auf, weiter an ihrem Vorhaben festzuhalten und das Gesetz im parlamentarischen Verfahren zügig umzusetzen. Die zukünftige pflegerische Versorgungsqualität für die zu pflegenden Menschen wird durch diese Reform steigen – ebenso wie die Attraktivität des Pflegeberufs in allen Segmenten. „Die in der Anhörung vorgetragene Sorge, dass sich zukünftig niemand mehr für die Arbeitsbereiche in der Altenpflege interessiert, kann ich aus eigener Erfahrung entkräften“, so berichtet Drude, der im Hauptberuf als Geschäftsführer und Schulleiter einer Pflegebildungseinrichtung mit allen pflegerischen Grundausbildungen tätig ist. „Die Bedeutsamkeit von Spezialisierung ist damit nicht ausgeschlossen – hier gehört aber vieles in den Weiterbildungsbereich und nicht in eine Grundausbildung.“, ergänzt die stellvertretende BLGS – Vorsitzende Christine Vogler heute in Berlin.

Vorsitzender: Carsten Drude
Der Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) e.V. vertritt die Interessen der Lehrenden und der Bildungseinrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen. Er ist
Ansprechpartner in allen Bildungsangelegenheiten der Gesundheits- und Sozialberufe im Bereich der theoretischen und der praktischen Ausbildung. Der BLGS engagiert sich in fachlichen, pädagogisch-didaktischen Feldern, in der Mitgestaltung bildungspolitischer Prozesse sowie in der Bildungsentwicklung und im Bildungsmanagement. Der BLGS ist Ratsmitglied im Deutschen Pflegerat (DPR) und Trägerverband des Deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe (DBR).

Kontakt:
Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe BLGS
Bundesgeschäftsstelle
Alt Moabit 91
10559 Berlin
Telefon: 030 / 39 40 53 80
Telefax: 030 / 39 40 53 85
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