Diakonie – Stimmung wird schlechter

Die Arbeitsgemeinschaft der Diakonie berichtet nun von der zunehmend schlechten Stimmung in der Belegschaft aufgrund der geplanten Lohnkürzungen. Das Thema ist weiterhin brisant und stellt sowohl Arbeitnehmervertretung und die Belegschaft vor unglaublichen internen Druck. Es war auch nicht das erste Mal, dass die Belegschaft Lohnkürzungen hinnehmen musste. Lohnkürzungen, die diesmal darauf hinauslaufen würden, dass manche Mitarbeiter auf ALG II zurückgreifen müssten. Eine traurige Entwicklung, die sich die Bestverdiener der Diakonie da ausgedacht haben. Nachdem nun die Regierung von mir darüber informiert wurde und sie berichteten, dass sie sich schon gesetzlich heraushalten müssen, hoffen ich doch stark, dass sie zumindest zu einem Dialog mit der Diakonie auf dem Weg sind und versuchen zumindest positiven Einfluss zu nehmen. Ansonsten sollte sich jeder betroffene Mitarbeiter einmal auf dem Arbeitsmarkt umsehen und begreifen, wie wertvoll er geworden ist und woanders zumindest finanziell deutlich besser wertgeschätzt wird. Diakonie begeht weiter Selbstmord auf Raten und die Pflege wird weiter geschwächt, das kann kaum im Sinne des Wortes Pflegestärkungsgesetz sein, dass seitens der Regierung eingeführt wurde.

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“ Geplante Lohnkürzung in der Diakonie: „Irgendwann reicht‘s“

Mitarbeitervertretung berichtet von Wut in der Kästorfer Belegschaft

(rtm) Unter den 800 Mitarbeitern der Diakonischen Heime Kästorf wird die Stimmung immer schlechter. Das berichtet die Mitarbeitervertretung. Grund für die Wut seien Planungen der Arbeitgeber, die Gehälter zu kürzen (AZ berichtete). „Irgendwann reicht‘s.“ 2005 haben die Mitarbeiter schon einmal ein Minus von 1,4 Prozent hingenommen, sagt Manfred Freyermuth, Chef der Mitarbeitervertretung in Kästorf und Sprecher der Mitarbeitervertretungen im Land. Jetzt sollen die Kröten noch größer werden. Beispiel 13. Entgelt: Das soll es nur noch abhängig vom Betriebsergebnis geben. Für Freyermuth ist das so gut wie ein Wegfall. Nach den Vorgaben hätte man nicht einmal mit den 2004-er Ergebnissen, den besten aller Zeiten, ein 13. Entgelt heraus geholt. „Es gäbe einen theoretischen Anspruch, der nicht erreicht werden kann.“ Kommen noch 40-StundenWoche und Streichung der Pflegezulage hinzu: Bei Pflegehelfern wären das unterm Strich 16,88 Prozent weniger Gehalt, rechnet Freyermuth vor. 50 bis 60 Mitarbeiter wären betroffen.

AG Diakonie

Berichten von Wut in der Belegschaft: Heinz Paeger, Manfred Freyermuth und Frank Simon von den Mitarbeitervertretungen der Diakonie in Kästorf und Wolfsburg. Photowerk (mpu)

Besonders bitter träfe es den Service. Bei Reinigung, Küche, Hauswirtschaft, Hol- und Bringdienst und Gärtnerei sollen für neu eingestellte Mitarbeiter nur noch zwei Tarife mit 1250 und 1500 Euro brutto pro Monat gelten. Betroffen wären rund zehn Prozent der Belegschaft. „Dort würden wir in einen Bereich kommen, wo die Beschäftigten Arbeitslosengeld II beantragen müssten. Die Löhne würden nämlich nicht mehr ausreichen, um den Lebensunterhalt zu decken.“ Die Kirche verlange von Unternehmen, Beschäftigten gerechte Löhne zu zahlen, zielt Freyermuth auf den Bibelspruch vom „Wasser predigen und Wein trinken“ ab. In ihren eigenen Einrichtungen dünne sie das Personal aus, dessen Belastung damit immer höher werde. „Und dann wird noch der Versuch unternommen, den Lohn zu kürzen. Da kommt die Kirche in große Schwierigkeiten, weil sich hier ihre Glaubwürdigkeit in Frage stellt.“ Geplante Lohnkürzung in der Diakonie: „Irgendwann reicht‘s“ 

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