Finanzierung Betreuung

Wer finanziert was bei der Betreuung ?

Der aktuelle Begriff der Betreuung ist nach §45b SGB XI  geregelt. Sie werden, sofern Sie Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen immer wieder mit diesem Paragraphen konfrontiert werden. Doch was verbirgt sich dahinter und wie bekommen Sie etwas mehr Transparenz über das, was Ihnen vielleicht zusteht ?

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Einen Anspruch haben alle Menschen, die einen anerkannten Pflegegrad haben, unabhängig davon, ob sie in Pflegegrad 1, 2, 3 4 oder 3 eingestuft worden sind. Die Betreuungsleistung unterscheiden sich in zwei Beträgen und haben, irreführenderweise  drei Hintergründe, die deutlich machen, wer wieviel bekommt.

Zunächst einmal kann man den Anspruch in dem Gutachten erlesen, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen bei Ihnen erstellt hat und Ihnen vorliegen muss. In diesem MDK-Gutachten schauen viele nur auf die Einstufung der Pflegestufen, doch das Gutachten gibt etwas mehr her, als nur die Einstufung. Auf den ersten Seiten, recht versteckt, wird auch die Alltagskompetenz eingeschätzt, die da heißen kann:

  1. keine Einschränkung der Alltagskompetenz
  2. eingeschränkte Alltagskompetenz
  3. erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz

Die drei Phrasen sind ausschlaggebend dafür, wieviel Ihnen bei der Betreuung neben Ihrer Pflegestufe zusteht. Hmm, was bedeutet das ganze nun ? Die Krankenkassen haben sich auf das Wort Alltagskompetenz geeinigt, um auch Menschen zu erfassen, die nicht an einer Demenz erkrankt sind, aber einen zusätzlichen Unterstützungsbedarf haben oder benötigen. Das bedeutet also, man muss nicht an Demenz erkrankt sein, um Betreuungsleistungen zu bekommen. Doch was passiert nun mit diesen Graden, die oben angesprochen worden sind ? Die Kranken- oder Pflegekassen bestätigen , nachdem der MDK bei Ihnen war, dass sie nun einen Pflegegrad haben, erwähnen häufig aber nicht die Betreuungsmöglichkeiten, das verwirrt wieder. Die Kassen müssen Ihnen diese Zusatzleistungen nicht extra aufführen, sie bestehen aber !

Wir interpretieren nun die drei Punkte in dem Gutachten:

(1) Bei Ihnen steht keine Einschränkung der Alltagskompetenz ! 

Der MDK hat festgestellt, dass sie keine besonderen Einschränkungen haben und bekommen einen Pflegegrad, aber ohne Zusatz (siehe Pflegegrade ). Im Rahmen der Betreuung bekommen sie nun die Möglichkeit von niederschwelligen Entlastungsleistungen, die Ihnen die Kasse mit derzeit 125 € / monatlich zusätzlich zu dem Pflegegrad finanziert.

(2) Bei Ihnen steht eingeschränkte Alltagskompetenz ! 

Der MDK hat festgestellt, dass sie eine eingeschränkte Alltagskompetenz haben und bekommen einen Pflegegrad, mit Zusatz Alltagskompetenz, die höher ausfällt als ohne (siehe Pflegestufen ). Im Rahmen der Betreuung bekommen sie nun die Möglichkeit von Betreuungsleistungen, die Ihnen die Kasse mit derzeit 125 € / monatlich zusätzlich zu dem Pflegegrad finanziert.

(2) Bei Ihnen steht erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz ! 

Der MDK hat festgestellt, dass sie eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz haben und bekommen einen Pflegegrad, mit Zusatz Alltagskompetenz, die höher ausfällt als ohne (siehe Pflegegrad ). Im Rahmen der Betreuung bekommen sie nun die Möglichkeit von Betreuungsleistungen, die Ihnen die Kasse mit derzeit 125 € / monatlich zusätzlich zu dem Pflegegrad finanziert.

Was mache ich nun mit dem Anspruch ?

sie als Pflegeempfänger können sich das Geld nicht auszahlen lassen ! Die Kassen stellen Ihnen das Geld zur Verfügung, damit sie sich Entlastung von außen holen können. Sie können nun den Pflegedienst beauftragen, der sich um sie kümmert und direkt mit der Pflegekasse abrechnen kann. Hier können Sie uns gern ansprechen, denn unser Betreuungsdienst ist auf diese Einsätze spezialisiert. Neben diesen Möglichkeiten, besteht grundsätzlich auch die Wahl eine Person für sich zu beauftragen, der über diese Gelder Entlastung schaffen kann, auch in diesem Fall rechnet die Person mit den Pflegekassen direkt ab.

Sollten Sie die Leistungen nicht in Anspruch nehmen, spart die Kasse für Sie die Gelder für sie an ! in einem jährlichen Turnus, verfällt dann das angesparte und Ihre Kasse beginnt von neuen für Sie zu sparen. Sie können also die vorangegangenen Gelder mit für sich nutzen, wenn sie bisher keine Betreuung hatten.

Lassen Sie sich von uns beraten und finden Sie den individuellen Weg, für sich und Angehörige Entlastung zu schaffen. Es lohnt sich ! Vorab können Sie gern einmal schauen, was wir für sie und ihre Angehörigen tun können in unserem Bereich Betreuung.